Ein Mensch, der mit Menschen kann

Foto: E. Layer.

Artikel von Armin Fechter aus der Backnanger Kreiszeitung vom 23.10.2009

 

Dorothea Völker ist die neue Jugendreferentin der evangelischen Kirchengemeinde Waldrems-Maubach-Heiningen

 

Dorothea Völker ist in einer großen Familie aufgewachsen. Als sie vor 24 Jahren zur Welt kam, war sie das siebte von acht Kindern. Heute schart sie selbst viele Kinder um sich - als Jugendreferentin der evangelischen Kirchengemeinde Waldrems-Maubach-Heiningen

 

BACKNANG. Noch dauert die Zeit an, in der sich alle gegenseitig beschnuppern, die Kennenlernphase, wie die neue Jugendmitarbeiterin sagt. Dorothea Völker, die sich ganz gern Dorle nennen lässt, hat im September ihren Dienst aufgenommen. Vor kurzem wurde sie auch offiziell in ihre Aufgabe eingeführt - und brennt nun darauf, Projekte voranzutreiben, Ideen einzubringen und mit den Kindern, den Teens und vielen jungen Leuten zu arbeiten. Sie möchte „mit den Menschen zusammen Glauben leben".

 

Von klein auf hat die gebürtige Backnangerin das Christentum als praktizierte Realität erfahren. Ihr Vater Ernst August war Prediger bei der Liebenzeller Gemeinschaft, ihre Mutter - eine ehemalige Diakonisse - kümmerte sich in der Gemeinde ums Frauenfrühstückstreffen und um die Arbeit mit Kindern. Die kleine Dorothea ist als siebtes von acht Kindern in eine große Familie hineingewachsen und hat einen berühmten Paten gefunden: den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. „Bei uns war immer Leben im Haus", erinnert sich die junge Frau gern. Sie hat das Zusammenleben in der Familie positiv erlebt, Wertevermittlung geschah als ein selbstverständlicher Prozess des sozialen Lebens. Dabei bildete die Familie keineswegs einen abgeschlossenen Raum, im Gegenteil: „Wir hatten ein offenes Haus", Freunde gingen ein und aus, Besucher waren willkommen. Das formt. „Ich bin geprägt als Mensch, der mit Menschen kann", sagt die 24-Jährige über sich selbst und leitet daraus auch eine Grundhaltung ab: „Gemeinschaft ist für mich prinzipiell was Wichtiges."

 

So verwundert es nicht, dass die Abiturientin des Max-Born-Gymnasiums einen beruflichen Weg eingeschlagen hat, der sie wieder mit Menschen zusammenbringt. In Australien besuchte sie zunächst eine Bibelschule mit dem Schwerpunkt Musik, Kunst und Tanzen und erfuhr dort, wie wichtig es ihr ist, „Kinder und junge Menschen für Gott zu begeistern, mit ihnen gemeinsam Leben zu gestalten und etwas zu bewegen". Anschließend hat sie Soziale Arbeit/Soziale Diakonie an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg studiert und als Diplom-Sozialpädagogin und Diakonin abgeschlossen. Daneben engagierte sie sich schon in jungen Jahren und auch parallel zum Studium in der Jugendarbeit - im evangelischen Jugendwerk, im CVJM und im Jugendverband Entschieden für Christus (EC), besuchte und gestaltete Gruppen, Freizeiten und Festivals, lernte Schulsozialarbeit kennen, begleitete eine soziale Gruppe und wirkte im Fachausschuss Teendance mit. Zudem bildete sie sich zur Hochseilgartentrainerin im EC-Freizeitzentrum Sechselberg fort. Beim EC ist sie inzwischen auch mit einer 100-Prozent-Stelle beschäftigt. Die Hälfte ihrer Arbeitszeit ist Dorle Völker in der Kirchengemeinde Waldrems-Maubach-Heiningen tätig, die dieses Vor-Ort-Engagement auf Spendenbasis finanziert. Für die Kirchengemeinde wiederum war es ein zentrales Anliegen, professionelle Hilfe in ihrer Jugendarbeit zu erhalten. Zu Dorothea Völkers Aufgaben gehört es deshalb, die Mitarbeiter der vorhandenen Kreise zu unterstützen. Ein besonderes Gewicht soll auf der Teenagerarbeit und dem Kontakt zu den Konfirmanden liegen. Neue Mitarbeiter sollen gefunden und Strukturen für die Jugendarbeit gelegt werden. Zudem sollen weitere Jungscharen und eine Arbeit mit jungen Erwachsenen entstehen.

 

Ein Mensch, der mit Menschen kann (Kopie 1)

Foto: E. Layer.

Artikel von Armin Fechter aus der Backnanger Kreiszeitung vom 23.10.2009

 

Dorothea Völker ist die neue Jugendreferentin der evangelischen Kirchengemeinde Waldrems-Maubach-Heiningen

 

Dorothea Völker ist in einer großen Familie aufgewachsen. Als sie vor 24 Jahren zur Welt kam, war sie das siebte von acht Kindern. Heute schart sie selbst viele Kinder um sich - als Jugendreferentin der evangelischen Kirchengemeinde Waldrems-Maubach-Heiningen

 

BACKNANG. Noch dauert die Zeit an, in der sich alle gegenseitig beschnuppern, die Kennenlernphase, wie die neue Jugendmitarbeiterin sagt. Dorothea Völker, die sich ganz gern Dorle nennen lässt, hat im September ihren Dienst aufgenommen. Vor kurzem wurde sie auch offiziell in ihre Aufgabe eingeführt - und brennt nun darauf, Projekte voranzutreiben, Ideen einzubringen und mit den Kindern, den Teens und vielen jungen Leuten zu arbeiten. Sie möchte „mit den Menschen zusammen Glauben leben".

 

Von klein auf hat die gebürtige Backnangerin das Christentum als praktizierte Realität erfahren. Ihr Vater Ernst August war Prediger bei der Liebenzeller Gemeinschaft, ihre Mutter - eine ehemalige Diakonisse - kümmerte sich in der Gemeinde ums Frauenfrühstückstreffen und um die Arbeit mit Kindern. Die kleine Dorothea ist als siebtes von acht Kindern in eine große Familie hineingewachsen und hat einen berühmten Paten gefunden: den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. „Bei uns war immer Leben im Haus", erinnert sich die junge Frau gern. Sie hat das Zusammenleben in der Familie positiv erlebt, Wertevermittlung geschah als ein selbstverständlicher Prozess des sozialen Lebens. Dabei bildete die Familie keineswegs einen abgeschlossenen Raum, im Gegenteil: „Wir hatten ein offenes Haus", Freunde gingen ein und aus, Besucher waren willkommen. Das formt. „Ich bin geprägt als Mensch, der mit Menschen kann", sagt die 24-Jährige über sich selbst und leitet daraus auch eine Grundhaltung ab: „Gemeinschaft ist für mich prinzipiell was Wichtiges."

 

So verwundert es nicht, dass die Abiturientin des Max-Born-Gymnasiums einen beruflichen Weg eingeschlagen hat, der sie wieder mit Menschen zusammenbringt. In Australien besuchte sie zunächst eine Bibelschule mit dem Schwerpunkt Musik, Kunst und Tanzen und erfuhr dort, wie wichtig es ihr ist, „Kinder und junge Menschen für Gott zu begeistern, mit ihnen gemeinsam Leben zu gestalten und etwas zu bewegen". Anschließend hat sie Soziale Arbeit/Soziale Diakonie an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg studiert und als Diplom-Sozialpädagogin und Diakonin abgeschlossen. Daneben engagierte sie sich schon in jungen Jahren und auch parallel zum Studium in der Jugendarbeit - im evangelischen Jugendwerk, im CVJM und im Jugendverband Entschieden für Christus (EC), besuchte und gestaltete Gruppen, Freizeiten und Festivals, lernte Schulsozialarbeit kennen, begleitete eine soziale Gruppe und wirkte im Fachausschuss Teendance mit. Zudem bildete sie sich zur Hochseilgartentrainerin im EC-Freizeitzentrum Sechselberg fort. Beim EC ist sie inzwischen auch mit einer 100-Prozent-Stelle beschäftigt. Die Hälfte ihrer Arbeitszeit ist Dorle Völker in der Kirchengemeinde Waldrems-Maubach-Heiningen tätig, die dieses Vor-Ort-Engagement auf Spendenbasis finanziert. Für die Kirchengemeinde wiederum war es ein zentrales Anliegen, professionelle Hilfe in ihrer Jugendarbeit zu erhalten. Zu Dorothea Völkers Aufgaben gehört es deshalb, die Mitarbeiter der vorhandenen Kreise zu unterstützen. Ein besonderes Gewicht soll auf der Teenagerarbeit und dem Kontakt zu den Konfirmanden liegen. Neue Mitarbeiter sollen gefunden und Strukturen für die Jugendarbeit gelegt werden. Zudem sollen weitere Jungscharen und eine Arbeit mit jungen Erwachsenen entstehen.

 


 

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